Zahlen & Fakten

Es ist schon erschreckend, wieviel Kinder und Jugendliche missbraucht werden. Die Zahlen die Sie hier finden sind teilweise Schtzungen, denn die Zahlen zwischen gemeldet Missbrauch und der Dunkelziffer liegen meilenweit auseinander. Das zeigt uns aber eins, das es einen Grund mehr gibt, offener in der Bevlkerung darber zu reden und die Opfer zu untersttzen!


Die Zahlen

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik werden jhrlich etwa 20.000 Kinder als Opfer sexueller Gewalt registriert. 2002 gab es in Deutschland zustzlich 3.780 registrierte Flle des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornographie. Diese Zahlen sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Straftaten ist weitaus hher. Eine Zahl aus den 80er Jahren lsst die Grenordnung erkennen: Nach einer Untersuchung des Bundeskriminalamtes von 1985 werden jhrlich 300.000 Kinder sexuell missbraucht.

Sexuelle Gewalt kommt in jeder sozialen Schicht vor, unabhngig von kultureller Herkunft, ethnischem Hintergrund oder Bildungsstand. Die Opfer sind berwiegend Mdchen, aber auch Jungen werden sexuell missbraucht. Nicht selten sind schon sehr kleine Kinder betroffen. Dabei reicht das Ausma sexueller Gewalt von kleinen Grenzberschreitungen bis hin zu massiver Gewaltausbung.

In jeder Kindergruppe ein missbrauchtes Kind

Fr viele Mdchen und Jungen gehrt sexuelle Gewalt zum Alltag. Sie kommt so hufig vor, dass man davon ausgehen kann, dass in jeder Kindergartengruppe, in jeder Schulklasse, in jeder Nachbarschaft oder Verwandtschaft Kinder zu finden sind, die sexuelle Gewalt erleben oder erlebt haben, so das Familienministerium.

In etwas 70 bis 75 Prozent der Flle sind es die leiblichen Vter und andere vterliche Bezugspersonen, die ihre Kinder missbrauchen. Die hufigsten Opfer sexuellen Missbrauchs sind Mdchen im Alter zwischen sieben und zwlf Jahren.

Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung endet sexuelle Gewalt nur in seltenen Fllen mit dem Tod des Kindes. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) gab es im Jahr 2002 neun Ttungsdelikte im Zusammenhang mit Sexualdelikten bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren (sieben Mordflle und zwei Flle von sexuellem Missbrauch mit Todesfolge).

Die Tter

Man sieht keinem Menschen an, ob er Kinder missbraucht. Oft ist der Tter ein Mann mit nach auen hin tadellosem Ruf, Ehemann oder Vater. In 80 bis 90 Prozent der Flle sind die Tter mnnlich, weitaus seltener ben Frauen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen aus. Nach neuesten Erkenntnissen ist sicher, dass der Anteil der Flle mit Tatverdchtigen unter 21 Jahren beim sexuellen Missbrauch von Kindern bei 27 Prozent liegt.

Das Bild, das die breite ffentlichkeit von sexueller Gewalt hat, ist in mancherlei Hinsicht verzerrt: Sexueller Missbrauch durch Fremde kommt im Verhltnis eher selten vor, obwohl darber in den Medien am hufigsten berichtet wird. Das Risiko im Verwandten- oder Freundeskreis ist weitaus hher. Sexuelle bergriffe durch Familienangehrige beginnen oft sehr frh, hufig bereits im Suglings- und Kleinkindalter. Die bergriffe sind oft im Spiel, in Krperpflege oder medizinischen Untersuchungen versteckt.

Tter gehen planvoll vor

Viele Tterinnen und Tter stammen darber hinaus aus dem sozialen Nahbereich der Familie, verbringen in sozialen, medizinischen oder kirchlichen Einrichtungen viel Zeit mit Kindern und haben daher bei Opfern und ihren Eltern einen "Vertrauensvorschuss". Sie suchen gezielt die Nhe zu Kindern und versuchen, auf vielfltigen Wegen (Geschenke, Bevorzugung, kleine Geheimnisse und so weiter) Abhngigkeiten zu schaffen.

Die Tter gehen zumeist planvoll, gut vorbereitet und bewusst vor. Sexuelle Gewalt passiert selten einmalig, sondern wiederholt sich fast immer. Sie ist sicher kein Versehen oder ein Ausrutscher. Sexuelle Gewalt fngt mit kleinen "Tests" an, mit denen die Kinder, manchmal ber Jahre, "desensibilisiert" und "sexualisiert" werden. Nach und nach werden die Kinder in ein Netz von Schuldgefhlen und Abhngigkeiten verstrickt: Erpressungen wie zum Beispiel "Wenn Mama das erfhrt, hat sie Dich nicht mehr lieb und Du musst ins Heim" oder Drohungen "Wenn Du etwas sagst, bringe ich Dein Haustier um" und Schuldzuweisungen "Dir hat es doch auch Spa gemacht" knnen die Kinder und Jugendlichen ebenso schdigen wie sexuelle Gewalt

Quelle: www.tk-online.de



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